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Kinderunfall- oder Kinderinvaliditätsversicherung – welche bietet die richtige Absicherung für unser Kind?

 

Überall kann man es lesen – eine Kinderunfallversicherung ist ein Muss, weil die Kinder in ihrem Entdeckerverhalten oft nicht zu bremsen sind und es dadurch zu vielen Unfällen kommt. Mag ja richtig sein. Doch wenn ich in die Bedingungen einer Unfallpolice schaue, dann sehe ich, dass geleistet wird, wenn es zu einer Invalidität durch einen Unfall kommt. (Es gibt dann auch noch so Leistungen wie Krankenhaustagegeld, Genesungsgeld und etc. – alles Risiken, die man nicht elementar absichern muss. Zudem ist die häufigste Ursache für einen Krankenhausaufenthalt für Kinder kein Unfall, sondern tatsächlich eine Mandelentzündung. Erst an zweiter Stelle kommen Verletzungen des Kopfes, dritthäufigstes sind Infektionskrankheiten des Magen- Darm-Traktes.)
Eine Kinderunfallversicherung schließe ich also ab, um für die schlimmen Folgen einer Invalidität abgesichert zu sein. Es ist richtig, sein Kind gegen dieses Risiko zu versichern. Kommt es zu einer Invalidität, also einen Grad der Behinderung (i.d.R. von mind. 50%), muss man sein Leben und das des Kindes entsprechend umgestalten. Geld ist hier nötig.

Kinderunfallversicherungen im Junkmachine.com Test

Invalidität entsteht in fast allen Fällen aufgrund einer Krankheit

Wenn ich nun beim Statistischen Bundesamt nachlese, wie viele Kinder in Folge eines Unfalles invalide werden, dann werde ich jedoch stutzig. In einer Pressemitteilung vom 12.11.04 steht, dass es 6,6 Mio schwerbehinderte Menschen in Deutschland gibt. Des weiteren steht dort: „Behinderungen treten vor allem bei älteren Menschen auf: So war gut die Hälfte (52%) der schwerbehinderten Menschen 65 Jahre und älter; ein knappes Viertel (22%) gehörte der Altersgruppe zwischen 55 und 65 Jahren an. 2% der Schwerbehinderten waren Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.“ In dieser Pressemitteilung steht auch, dass 84% der Behinderungen durch eine Krankheit kamen, 5% waren angeboren und nur 2% entstanden durch einen Unfall oder eine Berufskrankheit. (http://www.destatis.de/presse/deutsch/pm2004/p4780085.htm )
So – und jetzt soll mir doch mal einer erklären, warum ich eine Kinderunfallversicherung abschließen soll, die nur bei Unfall leistet und nicht bei Krankheit.

Tausende von Eltern, die ihre Kinder richtig abgesichert wissen wollen, werden tatsächlich tagtäglich falsch beraten. Den Eltern wird gesagt, die Kinderunfallversicherung sei so wichtig, weil Kinderunfälle so viele passieren und die Kinder in der Freizeit nicht abgesichert sind. Diesen Eltern wird aber nicht gesagt, dass das Krankheitsrisiko ein noch viel, viel größeres ist und dass daher der Zusatz einer Invaliditätsversicherung (bzw. eine selbständige Invaliditätsversicherung) erst das eigentlich bestehende Risiko entsprechend abdeckt.

Versicherungsgesellschaften haben bei der privaten Unfallversicherung weit mehr Beitragseinnahmen als Leistungsausgaben

Sicherlich muss eine Versicherungsgesellschaft bei der Tarifierung der Beiträge gut rechnen. Zu knapp berechnete Beiträge können enorme finanzielle Belastungen für das gesamt Unternehmen bedeuten und davon hat am allerwenigsten der Versicherte was.

In Zahlen:

Beiträge der Privaten Unfallversicherung:
2003: 5,808 Mrd. €
2004: 6,0 Mrd. €

Leistungen Private Unfallversicherung
2003: 2,546 Mrd. €
2004: 2,5 Mrd. €

Kinderunfallversicherungen im Junkmachine.com Test

Hierzu Vergleiche:

Beiträge:
Allgemeine Haftpflicht:2003: 6,306 Mrd. €; 2004: 6,5 Mrd. €
KFZ- Haftpflicht:2003: 13,8 Mrd €; 2004: 13,9 Mrd. €

Leistungen:
Allgemeine Haftpflicht: 2003: 4,401 Mrd. €; 2004: 4,4 Mrd. €
KFZ- Haftpflicht: 2003: 12,842 Mrd. €; 2004: 12,8 Mrd. €

Das Beitragsvolumen von Allgemeiner Haftpflicht und Privater Unfallversicherung waren 2004 ähnlich hoch. Das Leistungsvolumen allerdings ganz und gar nicht.

(Quelle gdv – Statistisches Taschenbuch http://www.gdv.de/Downloads/Jahrbuch/Statistisches_Taschenbuch_2005.pdf )

Bei der privaten Unfallversicherung ist der Unterschied zwischen Beitragseinnahmen und Leistungsausgaben auffallend hoch. Hier stellt sich doch die Frage, ob nicht viele Menschen in Deutschland eine Unfallversicherung besitzen, obwohl sie diese nicht wirklich brauchen, zudem eine Berufsunfähigkeits-Versicherung für Erwachsene stets die bessere Absicherung darstellt. Lesen Sie hierzu auch http://www.junkmachine.com/vergleiche/unfallversicherung.php .

Bei Kindern gilt dies alles ganz genauso. Wichtig ist eine Absicherung gegen Krankheitsrisiken, nicht ausschließlich gegen Unfallrisiken. Sichert man nur das Unfallrisiko ab, so ist das Kind nicht ausreichend versichert!

Die Kinder nicht nur gut versichern, Vorsichtsmaßnahmen und präventives Verhalten sind zu beherzigen

Bezüglich Unfällen lässt ein präventives Verhalten die Unfallgefahr signifikant sinken. So gibt es leider jedes Jahr in Deutschland immer wieder auch Unfälle mit Todesfolge. Die Zahlen sind hier aufgrund erhöhter Vorsichtsmaßnahmen glücklicher Weise jedoch stark gesunken (1980: 18,8 tote Kinder je 100000 und 2002: 3,9 je 100000 (Quelle: BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V.)). Dennoch ist das Risiko vorhanden und man sollte die Möglichkeiten der Vorsichtsmaßnahmen unbedingt beherzigen.
Die häufigsten Todesursachen bei Kindern sind Ersticken, Ertrinken, Wohnungsbrände, Stürze und Verkehr. Ersticken und Stürze besonders im Säuglingsalter (Achtung Wickeltisch!), im Kleinkindalter (1-4) Ertrinken, im Grundschulalter stehen dann die Verkehrsunfälle an erster Stelle. Bei Krankenhauseinweisungen zeigt sich, dass Vergiftungen und Verletzungen häufig im Kleinkindalter vorkommen, im Schulalter dann eher Knochenbrücke aufgrund von Stürzen.

Folgende Broschüre des BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V. (pdf – 40 Seiten) zeigt umfassend viele präventive Maßnahmen auf: http://www.kindersicherheit.de/Unfaellevermeiden.pdf
Die Gefahren des plötzlichen Kindstodes lassen sich durch die richtige Schlafumgebung minimieren. Infos hierzu finden Sie unter: http://www.schlafumgebung.de/startseite.htm oder unter: http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_Gesundheit/s_21.html .

Kinderunfallversicherungen im Junkmachine.com Test

 

 

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