Beitragerhöhungen seit 1997 bei GKV weniger als bei PKV (private Krankenversicherung)

verfasst von maus(R), 01.03.2010, 10:50

Deutschland hat eines der teuersten Gesundheitssysteme und stetig steigen die Beiträge weiter.
Das IGES (Institut für Gesundheits- und Sozialforschung) belegt nun mit einer Statistik dass im Zeitraum von 1997 bis 2008 (11 Jahre) die Beitragserhöhungen bei der PKV im Schnitt 49% betrugen, bei der GKV im Schnitt 31%.

Als Gründe wurden zum einen hohe Arzthonorare aufgeführt. Doch kritisiert wird an der PKV, dass diese Junge und gesunde Menschen gezielt in bestimmte Tarife setzte, die für ältere aufgrund von Risikoprüfung oder bestehende Altersrückstellungen nicht wirklich eine Option waren. Dadurch „vergreisen“ bestehende Tarife und werden somit auch immer teurer.

Beiden Systemen fehlen wohl die richtigen Mittel, um steuernd in die Ausgabenentwicklung einzugreifen. Künftige Gesundheitsreformen sollten sich also nicht nur damit beschäftige, wie man mehr Geld ins System schaffen kann bzw. wo man etwas kürzen kann. Wichtig ist sicherlich auch, dass die Kassen und Versicherungsgesellschaften Möglichkeiten an die Hand bekommen, negative, systemimmanente Entwicklungen aufzudecken und diesen gezielt entgegenzuwirken.

 


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