maus(R)

16.09.2008, 09:14
 

Zu viele Schäden führen zur Kündigung (Haftpflichtversicherung)

Die private Haftpflichtversicherung gehört zu den Grundausstattungen jeden Haushaltes. Allerdings nicht, um kleine Schäden ständig zu melden. Die verschmutzte Bluse der Nachbarin, das durch ein Parfümfläschchen zerstörte Waschbecken (sowieso der Klassiker des Versicherungsbetruges), oder die heruntergeworfene Kaffeekanne bei einer Freundin sind nicht unbedingt die Gründe, die diese Versicherung so wichtig machen.

Haftpflichtschäden können, wenn z.B. auch noch Personenschäden hinzukommen, in die Millionen gehen. Beispiel: Man stellt sein Fahrrad am Fahrbahnrand schnell ab. Ein Windstoß wirf es auf die Straße, ein vorbeifahrender Rollerfahrer wird getroffen und verletzt sich schwer bei einem Zusammenstoß mit einem PKW.

Wer allerdings zwei- oder dreimal in wenigen Jahren kleine Schäden meldet, wird von seiner Haftpflichtversicherung unter umständen gekündigt. Die haben extra Programme, die unwirtschaftliche Kunden anzeigen. Jeder Versicherungsfall ermöglich eine Kündigung durch den Versicherten oder den Versicherer. Da Versicherungsunternehmen nach dem Wirtschaftlichkeitsprinzip arbeiten und nicht nach dem Sozialprinzip, machen sie von dieser Kündigungsmöglichkeit gerne gebrauch. (Übrigens nicht nur bei der privaten Haftpflichtversicherung. Das trifft auch andere Bereiche, wie z.B. die Kaskoversicherungen für KFZ.)

Man kann also durchaus darüber nachdenken, die private Haftpflichtversicherung sogar mit Selbstbeteiligung abzuschließen. Das verhindert automatisch, dass man geringfügige Schäden meldet und für die wirklich schlimmen Sachen behält man dann seinen Versicherungsschutz und das aufgrund des Selbstbehaltes sogar noch günstiger.

 

 

 

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