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Tipps zum optimalen Versicherungsvergleich und Abschluss

 
Jahresbeiträge als Jahresbeiträge bezahlen: Da ein Jahresbeitrag oft eine relativ hohe Summe darstellt, weichen viele Versicherte auf eine Ratenzahlung aus. Diese ist aber, gar nicht so unwesentlich, teurer. Meist liegt der Aufschlag bei ½-jährlicher Zahlung bei 2%, bei ¼-jährlicher Zahlung bei 3% und bei monatlicher Zahlung bei satten 5%. Daher ist es besser, die Monatsbeiträge auf ein gut verzinstes Sparkonto einzuzahlen. So hat man immer das Geld für den Jahresbeitrag beisammen und kassiert sogar noch Zinsen, was tausendmal besser ist als einen Ratenaufschlag zu zahlen.

Bei der Frage: Brauche ich diese Versicherung? – ist stets ganz einfach zu überlegen: Würde ein Schaden für mich tragbar sein oder kann er den finanziellen Ruin bedeuten: Schäden, die man selbst tragen kann, kann man versichern, muss man aber nicht. Schäden, die man nicht mehr tragen kann, muss man zwingend versichern.
   
 
Nicht versuchen, selbst zu erkennen, wer tatsächlich Schuld an einem Schaden hat: Besonders nach Autounfällen möchte oft ein Unfallgegner vom anderen ein bereits am Unfallort schriftlich ausgefülltes Schuldanerkenntnis bekommen (Versicherungsvergleich). Machen Sie das nicht! Erstens sind Sie auf diesem Gebiet (i.d.R.) Laie und können daher die Situation nicht so genau beurteilen und zweitens sind Sie nach einem Unfall erst mal viel zu durcheinander. Tauschen Sie daher immer erst einmal mit Ihrem Unfallgegner die Daten aus fahren Sie dann nach Hause (oder einfach an einen ruhigen Ort) und melden Sie dann erst mal in Ruhe den Schaden Ihrer Versicherung. Oft hat sich schon gezeigt, dass jemand nur meinte, schuldig zu sein und es gar nicht war.
   
Vorsicht, wenn Sie per Post Werbung bezüglich einer Versicherung erhalten und dieser Werbung gleich der Antrag zum Ausfüllen mit beigelegt ist: Es ist natürlich praktisch und einfach – braucht man nur ausfüllen und abschicken und endlich hat man den entsprechenden Versicherungsschutz, den man eh schon ständig mal hätte abschließen müssen. Aber Vorsicht: Bei dieser Art der Werbung erhalten Sie ja immer nur Informationen zu diesen einem Produkt. Oft bietet ein anderer Versicherer die gleichen Leistungen für weniger Geld an oder fürs gleiche Geld mehr Leistungen oder es gibt Tarife, die für Ihre Bedürfnisse geeigneter sind und weniger kosten. Sollte eine solche Werbung bei Ihnen das Gefühl auslösen, dass Sie diese Versicherung benötigen, dann sagen Sie dies einem Makler (bei komplizierten Policen) oder holen Sie selbst unbedingt erst mehrere Angebote ein. Tun Sie dies auch dann, wenn in der Werbung steht, dass der angebotene Tarif mit „sehr gut“ bewertet wurde.
   
 
Kündigen Sie einen Versicherungsvertrag am besten immer per Einschreiben: So haben Sie im Zweifelsfall einen Nachweis in Händen, dass Sie eine Kündigung abgeschickt haben und wann Sie diese abgeschickt haben. Wenn der Versicherer eine Kündigung per Fax entgegennimmt, dann sollten Sie sich stets den Sendebericht ausdrucken und aufheben.
   
Schließen Sie nie eine Versicherung, die eine komplexe Beratung erfordert, selbst online ab: Dem Verbraucher erscheint es gerne mal so, ein Makler erhält Geld für`s Nichtstun. So ist das aber nicht. Eine unfangreiche Beratung ist sehr zeitaufwendig und verlangt auch ein äußerst umfangreiches Wissen. Bei wichtigen Verträgen mit langen Laufzeiten sollten Sie sich unbedingt beraten lassen. Am besten immer von einem Makler, da er aus vielen Vertragsanboten das Richtige für sie heraussuchen kann. Ein Versicherungsvertreter hat ja nur das Angebot der einen Versicherung, für die er verkauft. Sie werden bei der Beratung übrigens staunen, was es da alle zu beachten gibt.
   
 
Füllen Sie die Gesundheitsfragen bei Versicherungsanträgen stets ehrlich und umfangreich aus: Es ist kein Spaß, wenn man eine Leistung benötigt und diese dann nicht erhält. Ein Berater, der Ihnen anratet, Krankheiten nicht anzugeben, weil nach 5 Jahren der Versicherer nichts mehr machen könnte und leisten müsste, kann nicht seriös sein. Wechseln Sie in diesem Fall zwingend den Berater. Dieser gibt Ihnen nämlich nur den Tipp, damit es sicher mit der Antragsannahme klappt und er dann auch die Provision kassieren kann. Wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen den gewünschten Versicherungsschutz tatsächlich nicht erhalten, dann lassen Sie sich beraten, wie Sie die bereits eingeplanten Beiträge gut anlegen können.
   
 
Überprüfen Sie im Laufe der Jahre immer wieder mal Ihren Versicherungsschutz: Eine junge Familie benötigt andere Tarife als z.B. Rentner: Also immer mal wieder überprüfen, ob man bezüglich der momentanen Lebenssituation auch richtig versichert ist. Einmal richtig versichert bedeutet leider nicht, dass man sich dann sein Leben lang nicht mehr darum kümmern muss.
   
 
Bei Versicherungswechsel stets darauf achten, dass man nicht plötzlich ohne Schutz dasteht: Insbesondere bei Lebensversicherungen, BU- oder Unfallversicherungen oder auch der Krankenversicherung kommt es immer wieder zu Ablehnungen eines Antrages. Also nicht einen anderen Versicherer raussuchen und Antrag stellen und gleichzeitig den bestehenden Schutz gleich mal kündigen. Es könnte Ihnen passieren, dass Sie ggf. keinen so umfangreichen Schutz erhalten, wie Sie dies wünschen (es wird z.B. ein bestimmtes Risiko ausgeschlossen) oder Sie werden sogar gänzlich abgelehnt. Nimmt dann die gekündigte Versicherung die Kündigung nicht einfach zurück sondern fordert auch eine erneute Antragsprüfung, dann können Sie, wie man so schön sagt, mit den Ofenrohr ins Gebirge gucken. Es ist auch hier wieder ratsam, einen Makler zu befragen.
   
 
Sprechen Sie mit Ihren Arbeitgeber bezüglich dem Abschluss einer Direktversicherung: Bei der Direktversicherung wird ein Teil des Bruttogehaltes durch Gehaltsumwandlung für die Altersvorsorge angespart. Der Arbeitnehmer profitiert hier durch Steuervorteile und geringere Sozialabgaben (und auch der Arbeitgeber hat so einige Vorteile). Die Beiträge zur Direktversicherung sind bis zu 4 % der (West-) Beitragsbemessungsgrenze zuzüglich 1800,00 € Festbetrag bis 2008 steuer- und sozialabgabenfrei. Sollten Sie das Arbeitsverhältnis eher als erwartet beenden, kann der Vertrag auf ihren neuen Arbeitgeber übertragen werden oder auch privat fortgesetzt werden. Auch bei der Direktversicherung gilt jedoch – unbedingt durch einen Experten beraten lassen und so das richtige Produkt finden.
   
 
Belege sammeln: Schaffen Sie sich einfach eine Schachtel an oder einen Ordner und heften Sie alles ab. Ist zum einen schon wichtig, wegen der Garantie, es ist aber auch wichtig, um im Schadensfall die erwünschte Leistung vom Versicherer zu erhalten. Also – sammeln, sammeln, sammeln!

 

 

 

 

 


 

 

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